Es ist wohl eine gute Nachricht für die venezolanische Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez: Ein weiteres US-Ölunternehmen will nach der Verhaftung von Präsident Nicolás Maduro Anfang Januar durch das US-Militär massiv in das südamerikanische Land investieren. Am Mittwoch hat die Pacific Coast Energy Company (PCEC) in einer Pressemitteilung ihre Kooperation mit dem venezolanischen Staatskonzern Petróleos de Venezuela S.A. (PDVSA) bekannt gegeben. Die Verträge, unter die der Konzern mit Sitz im US-Bundestaat Kalifornien seine Unterschrift gesetzt hat, sehen die Wiederbelebung und die Entwicklung der Ölvorkommen Delta und Cabimas in den venezolanischen Bundesstaaten Monagas und Zulia vor.
Der PCEC zufolge geht es um Investitionen in Höhe von bis zu 3,5 Milliarden US-Dollar für die gesamte Laufzeit der Vereinbarungen. Der US-Konzern hat im dritten Quartal 2026 nunmehr seine Arbeit an den beiden Vorkommen aufgenommen und will in den kommenden sechs Monaten die Ölproduktion von den jetzigen 19.300 Barrel pro Tag auf bis zu 40.000 so gut wie verdoppeln. Der ehrgeizige Entwicklungsplan des Energieunternehmens lautet, innerhalb von zehn Jahren die Spitzenproduktion von 150.000 bis 160.000 Barrel pro Tag zu erreichen.
Bis dato hat die PCEC schon 80 Millionen US-Dollar in unabdingbare Ausrüstung wie etwa Bohrtürme und Pumpen investiert. Die vier Bohranlagen sollen 900 Ölquellen in Cabimas wieder in Stand setzen. In Delta wiederum sollen 37 Pumpen ersetzt werden. Mit diesen Kapitalanlagen hat der US-Konzern bereits mehr als 50 stillgelegte Ölquellen wiederbelebt.
Die Projekte kurbeln nach PCEC-Angaben auch die lokale Wirtschaft an. Um die Produktion an den Vorkommen sicherzustellen, hat der US-Konzern demnach 18 Lieferanten von Material, 35 Dienstleister und mehr als 1.000 örtliche Arbeiter unter Vertrag genommen.
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