Ökonom: Industriekrise hat weit mehr Ursachen als hohe Energiepreise

Der Gastforscher am Institut für konservative Wirtschaftspolitik, Dr. Daniel Hoffmann, sieht die Ursachen der deutschen Industriekrise nicht allein in den hohen Energiepreisen. Als weitere entscheidende Faktoren nannte er die geopolitische Spaltung der Weltwirtschaft, den industriellen Aufstieg Chinas sowie den Reindustrialisierungskurs der USA. Besonders für den Industriestandort Deutschland entstünden dadurch erhebliche Wettbewerbsnachteile.

Nach Einschätzung Hoffmanns könnten Standortverlagerungen großer Konzerne wie BASF die Entwicklung zunächst abfedern. Langfristig drohten jedoch strukturelle Folgen wie sinkende Kaufkraft, Geschäftsschließungen und wirtschaftliche Probleme in bislang prosperierenden Regionen. Für eine Trendwende fordert Hoffmann unter anderem niedrigere Steuern und Abgaben, eine günstigere Energieversorgung sowie Reformen der Europäischen Union.

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