Die grönländische Regierung hat Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu angeblich baldigen Erkundungen von Rohstoffvorkommen auf der größten Insel der Welt widersprochen. Ein ranghoher Vertreter des Wirtschaftsministeriums in Nuuk bestätigte zwar gegenüber dem US-Fernsehsender CNN, dass es Aktivitäten von US-Unternehmen gebe. Jørgen Hammeken-Holm wurde jedoch mit den Worten zitiert:
"Von einer 'umfangreichen' Exploration sind wir sehr weit entfernt."
Es liefen derzeit viele kleinere Explorationsprojekte. Bis diese operativ würden, könnte es allerdings Jahre dauern, hieß es weiter. Bereits im Sommer hatte die grönländische Regierung ähnliche Berichte dementiert.
Am Dienstag hatte Trump auf seiner Plattform Truth Social gepostet, dass massive Erkundungen von Öl-, Gas- und Rohstoffvorkommen auf Grönland kurz vor dem Start stünden. Die zu Dänemark gehörende Arktisinsel bezeichnete er dabei als "unser neues und wunderschönes Grönland". Der US-Präsident behauptete zudem, dass es Fachleute gebe, die davon ausgingen, dass die Menge an leicht erschließbarem Öl auf Grönland weitaus größer sei als in fast jedem anderen Winkel der Welt.
Hinter der Ankündigung des Republikaners könnte der Versuch stehen, vor den wichtigen Kongresswahlen im November seinen Landsleuten die Sorgen wegen der gestiegenen Energiepreise zu nehmen.
Mehr zum Thema – Trump lobt Taiwan für Gasabkommen mit USA: 4,4 Milliarden US-Dollar für Alaska-Pipeline