Deutschland

Bremen Ausrichter zur Feier "36 Jahre Deutsche Einheit" – Antifa-Gegendemonstration mit Böllern

Vom 2. bis 4. Oktober ist Bremen diesjähriger Gastgeber der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit. Rund 700 Demonstranten aus dem Antifa-Milieu protestierten am Vorabend des Feiertags unter dem Motto: "Kein Frieden mit der Nation!". Die offiziellen Feierlichkeiten stehen unter dem Motto: "Viele Stärken – Ein Land".
Bremen Ausrichter zur Feier "36 Jahre Deutsche Einheit" – Antifa-Gegendemonstration mit Böllern© Urheberrechtlich geschützt

Zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober organisierte die Hansestadt Bremen als diesjähriger Ausrichter der dreitägigen Festivitäten das protokollarische Programm. Für den heutigen offiziellen Feiertag werden unter anderem der Bundespräsident, der Bundeskanzler sowie weitere Vertreter von Bundesrat, Bundestag, Bundesregierung und Bundesverfassungsgericht erwartet. Am gestrigen Abend fand eine Gegendemonstration der "Basisgruppe Antifaschismus Bremen" mit mehreren hundert Teilnehmern statt.

Zum "Tag der Deutschen Einheit" werden laut den Organisatoren im Rahmen der Festivitäten Gäste aus Wirtschaft, Kultur und Zivilgesellschaft erwartet und sollen an Programmpunkten teilnehmen. Ein besonderes Format sind demnach laut Planung "die sogenannten Bürgerdelegationen aus allen 16 Bundesländern, die ebenfalls bei den protokollarischen Veranstaltungen dabei sind".

Da Bremen derzeit die Präsidentschaft im Bundesrat innehat, findet das diesjährige zentrale Fest in der Hansestadt statt. Die verantwortliche Politik erklärt dazu:

"Unter dem Motto "VIELE STÄRKEN – EIN LAND" lädt die Freie Hansestadt zu einem ganz besonderen Fest ein. Bremen ist die kleinste und älteste Republik Deutschlands – weltoffen, solidarisch und demokratisch. Die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit 2026 bieten die Gelegenheit, diese Werte zu zeigen." 

Die Bundesregierung informiert auf ihrer Webseite zur Präsenz vor Ort:

"Vom 2. bis 4. Oktober 2026 ist die Bundesregierung zu Gast beim Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen. In Sichtweite zum Weserstadion können Besucherinnen und Besucher mit Bundesministerinnen und -ministern sprechen." 

Bereits am gestrigen Nachmittag eröffnete Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte (SPD) das offizielle "XXL-Bürgerfest" mit rund 800 eingeplanten Veranstaltungen. Die politische Prominenz aus der Hauptstadt wird zuerst am heutigen Tag mit zahlreichen weiteren geladenen Gästen einen ökumenischen Festgottesdienst im Bremer Dom besuchen. Anschließend erfolgt der offizielle Festakt im Konzerthaus "Die Glocke", den die Schauspielerin Katja Riemann moderieren wird.

Ein Polizeisprecher sprach am gestrigen Abend kurz vor Abschluss der Antifa-Gegendemonstration von rund 700 Teilnehmern. Die Veranstalter berichteten von rund 1.000 Demonstranten. Angemeldet waren 300 Teilnehmer.

Einsatzkräfte wurden im Verlauf immer wieder mit Steinen, Flaschen und Pyrotechnik beworfen. Ein Polizist wurde demnach verletzt.

Die Demonstration richtete sich laut den Veranstaltern der "Basisgruppe Antifaschismus Bremen" schwerpunktmäßig gegen "Militarisierung, Antifeminismus und Sozialabbau" sowie gegen "Nationalismus". Eine Sprecherin der Basisgruppe erklärte vor der Kundgebung laut Agenturmeldung:

"Deutschland feiert dieses Wochenende sich selbst und seinen Nationalismus. Doch wir sagen: Wir feiern nicht mit."

Die Veranstalter der offiziellen Festivitäten erwarten bis Sonntag auf dem Bürgerfest laut lokalen Medien "mehr als 400.000 Menschen".

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