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Liveticker Ukraine-Krieg – Forbes: Russische Drohne Molnija-2 bereitet Kiew Kopfschmerzen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Forbes: Russische Drohne Molnija-2 bereitet Kiew KopfschmerzenQuelle: Sputnik © RIA Nowosti / Sergei Bobyljow
  • 30.04.2026 18:52 Uhr

    18:52 Uhr

    Politologe: Wegen der russischen Geheimdienste bekommt die Ukraine keine Atomwaffen

    Die russischen Geheimdienste beabsichtigen, jeglichen Versuchen der Ukraine, mit Unterstützung europäischer Staaten Atomwaffen zu erwerben, entschlossen entgegenzuwirken. Dies erklärte der Vorsitzende des Kollegiums des Zentrums für Eurasienstudien und -entwicklung, Juri Samonkin, im Gespräch mit dem Portal News.ru. Seiner Einschätzung nach sei Moskau bereit, militärische Gewalt einzusetzen, um eine solche Bedrohung bereits in den frühesten Phasen zu neutralisieren. Der Experte betonte:

    "Kurzfristig würde die Errichtung von Nuklearanlagen direkt vor der Nase Russlands einer Niederlage der Ukraine gleichkommen, da diese sofort zerstört würden, egal wo sie sich befinden. Die gesamte ukrainische Infrastruktur steht unter Beobachtung. Unser Geheimdienst arbeitet vorausschauend. Mit diesem Trumpf signalisieren wir der westlichen Gemeinschaft, dass sie die Situation nicht eskalieren lassen soll. Auf jeden Fall wird die Russische Föderation keinerlei terroristische Anschläge oder die Herstellung von Atomwaffen für die ukrainische Armee zulassen."

  • 18:27 Uhr

    Magyar stimmt dem EU-Beitritt der Ukraine erst nach Klärung der Rechte ungarischer Minderheiten zu

    Wie die Agentur Bloomberg unter Berufung auf ihre Quellen berichtet, hat Péter Magyar, Vorsitzender der bei den Wahlen in Ungarn als Sieger hervorgegangenen Tisza-Partei, der EU eine Bedingung gestellt, die erfüllt werden muss, damit Budapest den EU-Beitritt der Ukraine billigt. Den Quellen zufolge wurde diese Frage am Mittwoch bei seinem Treffen mit dem Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, in Brüssel erörtert. Dabei, so Bloomberg, wiederholen Magyars Bedingungen im Wesentlichen die Liste von elf Forderungen, die der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán im Jahr 2024 an Kiew gestellt hatte. Eine der wichtigsten ist dabei die Regelung der Rechte der ungarischen Minderheit in der Ukraine. Bloomberg schreibt:

    "Madyar möchte, dass der nationalen Minderheit seines Landes in der Ukraine zusätzliche Rechte gewährt werden, bevor er den offiziellen Verhandlungen Kiews über den Beitritt zur Europäischen Union zustimmt."

  • 17:53 Uhr

    Medwedew: Weitere 127.000 russische Bürger verpflichten sich seit Jahresanfang als Vertragssoldaten

    Der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates der Russischen Föderation, Dmitri Medwedew, hat am Donnerstag aktuelle Rekrutierungsstatistiken enthüllt. Ihm zufolge hätten sich weitere 127.000 russische Bürger seit Jahresbeginn als Vertragssoldaten verpflichtet. Im Gesamtjahr 2025 seien es 450.000 Männer und Frauen gewesen. In seiner Rede vor Teilnehmern des Bildungsforums "Snanije" (auf Deutsch "Wissen") fügte Medwedew hinzu:

    "Weitere 10.000 Personen haben einen Vertrag über den Dienst in Freiwilligen-Einheiten geschlossen. Im Grunde handelt es sich um denselben Vertragsdienst, der aber nicht so eng mit dem Verteidigungsministerium verbunden ist, obwohl diese Jungs im Großen und Ganzen die gleichen Aufgaben erfüllen."

    Diese Rekrutierungszahlen erklärte der frühere russische Präsident mit der Vaterlandsliebe seiner Landsleute. Er besichtige oft Trainingszentren und befrage Vertragssoldaten nach den Gründen für ihre Entscheidung. Dabei bekomme er oft ein und dieselbe Antwort zu hören: "Wer sonst, wenn nicht ich?" Davor habe er tiefen Respekt, erklärt Medwedew.

  • 17:28 Uhr

    Forbes: Das ukrainische Militär kommt mit der russischen Drohne Molnija-2 nicht zurecht

    Eine kostengünstige russische Drohne mit einfacher Konstruktion und flexibler Taktik hat sich unerwartet als ernsthaftes Problem für das ukrainische Drohnenabwehrsystem erwiesen, schreibt Forbes. Ihre Wirksamkeit verändert die Spielregeln und zeigt, in welche Richtung sich der Technologiekrieg tatsächlich entwickelt. Das Magazin berichtet:

    "Die Ukraine muss ihre Mittel zur elektronischen Kriegsführung und zum kinetischen Schutz noch weiterentwickeln, um Systemen wie der Molnija-2 entgegenwirken zu können. […] Die Drohne Molnija-2 spiegelt einen grundlegend anderen Ansatz wider. Anstatt auf Technologie zu setzen, wird eine kostengünstige Konstruktion in Kombination mit einfachen und flexiblen Taktiken genutzt, wodurch die ukrainische Verteidigung umgangen wird. Dadurch eignet er sich gut für einen Zermürbungskrieg, in dem Kosten, Umfang und Anpassungsgeschwindigkeit nicht weniger wichtig sind als die Leistungsfähigkeit."

  • 16:51 Uhr

    Bericht: Kiew hielt Kortschakowka mit Instruktoren und Sperrtruppen

    Der Nachrichtenagentur TASS wurde aus russischen Sicherheitskreisen mitgeteilt, dass das Kommando der 71. Luftlandebrigade der ukrainischen Streitkräfte im Versuch, die Ortschaft Kortschakowka im Gebiet Sumy zu halten, Instruktoren und Soldaten der Sperrtruppen in Kampfgruppen versetzt habe. Eine Quelle der Agentur berichtete:

    "Das Brigadekommando versuchte, die Ortschaft zu halten, indem es Ausbilder und Kriegsverbrecher aus den Sperrtruppen, die in den letzten Tagen von unseren Soldaten vernichtet worden waren, in Kampfgruppen versetzte."

  • 16:18 Uhr

    Trump: "Die Ukraine ist militärisch besiegt"

    Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump am Mittwoch nach einem Telefonat mit Wladimir Putin angedeutet, die Ukraine sei militärisch bereits "besiegt". Zur Begründung verwies er unter anderem auf den Totalverlust "ihrer Marine". Da es im selben Gespräch auch um den Krieg der USA und Israels gegen Iran ging, dürfte er beide Konflikte miteinander verwechselt oder sich versprochen haben.

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 15:43 Uhr

    Estlands Regierung beschließt neue Regeln zur Drohnenabwehr

    Estland will seiner Armee, der Polizei und Unternehmen mit kritischer Infrastruktur erweiterte Rechte zur Abwehr von Drohnen einräumen. Die Regierung des an Russland grenzenden EU-Landes hat einen entsprechenden Gesetzesentwurf beschlossen, der noch vom Parlament verabschiedet werden muss. Damit sollen Gesetzeslücken geschlossen und den Behörden ausreichende Befugnisse zur Früherkennung und wirksamen Neutralisierung von Drohnenbedrohungen erteilt werden.

    Das Gesetz sieht die Schaffung eines mehrstufigen Drohnenabwehrsystems und einer sogenannten Drohnenpolizei vor. Die Polizei- und Grenzschutzbehörde soll demnach die Aufgabe und die Mittel erhalten, um gefährliche unbemannte Flugobjekte in ganz Estland neutralisieren zu können. Sollte sie die Bedrohung nicht selbst oder nicht schnell genug abwehren können, soll die Armee eingreifen dürfen. Diese ist in Friedenszeiten bislang nur dazu ermächtigt, auf Bedrohungen durch Militärdrohnen und Drohnen zu reagieren, die von außerhalb Estlands gestartet wurden.

    Die Ukraine hat in den vergangenen Wochen wiederholt russische Ölexporthäfen am Finnischen Meerbusen und andere Ziele im Nordwesten Russlands nahe der Grenze zu Estland attackiert. Bei den Angriffen gerieten mehrmals fehlgeleitete ukrainische Drohnen auch auf estnisches Gebiet, mehrere davon stürzten ab. Dabei wurde ein Kraftwerk getroffen. Verletzte oder größere direkte Schäden gab es nicht.

  • 15:12 Uhr

    Ein Toter und zwei Verletzte durch ukrainische Attacken auf Gebiet Cherson

    Gouverneur Wladimir Saldo meldet weitere Opfer durch die andauernden Attacken der ukrainischen Streitkräfte auf den von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson. Wie der Politiker auf der Plattform Telegram schreibt, sei ein Mann des Jahrgangs 1982 ums Leben gekommen, als eine ukrainische Drohne eine Farm in der Nähe der Siedlungen Staraja Majatschka und Briljowka attackiert habe. Ein weiterer Mann des Jahrgangs 1980 habe Verletzungen erlitten, als das ukrainische Militär die Ortschaft Golaja Pristan unter Beschuss genommen habe. In Nowaja Sburjewka sei eine 81 Jahre alte Frau zu Schaden gekommen.

    Außerdem berichtet der Gouverneur über beschädigte Wohnhäuser in Nowaja Majatschka und Tawrijskoje. In Golaja Pristan sei ein Auto beschädigt worden. Der Gegner habe in den letzten 24 Stunden insgesamt knapp ein Dutzend Ortschaften im Gebiet Cherson unter Beschuss genommen. Zudem habe es Drohgenangriffe auf fast zwei Dutzend Ortschaften gegeben.

  • 14:39 Uhr

    Am zweiten Tag in Folge: Ukrainische Drohnen greifen Perm im Uralvorland an

    Gouverneur Dmitri Manochin hat den Einschlag einer ukrainischen Drohne auf einem Industriegelände in der Region Perm im äußersten Osten Europas bestätigt. Auf der Plattform MAX schrieb der Politiker, dass keine chemische Bedrohung für die Bevölkerung bestehe. Es gebe weder Todesopfer noch Verletzte. Das Personal des getroffenen Betriebs befinde sich in Schutzräumen.

    Ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Interfax berichtete über heulende Sirenen in der Gebietshauptstadt Perm. Der örtliche Flughafen wurde aus Sicherheitsgründen für sämtliche Starts und Landungen gesperrt.

    In russischen Telegram-Kanälen waren Fotos und Videos zu sehen, die eine große Rauchwolke zeigten. Gouverneur Manochin warnte jedoch seine Landsleute davor, solche Aufnahmen zu teilen, da sie dem Gegner behilflich sein könnten.

    Bereits am Mittwoch hatte sich eine ähnliche Attacke ereignet. Die Ukraine meldete damals einen Angriff auf eine Ölpumpstation in der Nähe von Perm. Die Stadt liegt im Uralvorland, rund 1.500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

  • 14:10 Uhr

    Mehrere Opfer bei ukrainischen Angriffen auf 29 Ortschaften im Gebiet Belgorod

    Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 29 Ortschaften in zehn Bezirken angegriffen habe.

    In der Statistik beklagt der Politiker den Tod von drei Frauen in der Siedlung Wosnessenowka. Sie seien ums Leben gekommen, als eine ukrainische Drohne einen Passagierbus attackiert habe. Acht weitere Zivilisten seien verletzt worden. Bei gegnerischen Attacken auf andere Ortschaften gebe es weitere neun Verletzte.

    Gladkow meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden insgesamt drei Mehrfamilienhäuser, 17 Einfamilienhäuser, zwei soziale Einrichtungen, drei Betriebe, zwei Geschäfte, ein Schuppen, ein Lagerhaus, zwei Garagen, eine Stromleitung, ein Passagierbus, zwei Traktoren, fünf Lkw, zwei Kleintransporter und 23 Autos zerstört oder beschädigt worden.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.