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Liveticker Ukraine-Krieg: Putin ordnet dreitägige Aussetzung der Angriffe auf Kiew an

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Putin ordnet dreitägige Aussetzung der Angriffe auf Kiew anQuelle: Sputnik © Michail Metzel
  • 5.09.2026 15:40 Uhr

    15:40 Uhr

    Russland meldet Angriffe auf Metallurgiewerke und Drohnenfabrik in Dnjepropetrowsk

    Bei einem nächtlichen Angriff sind Anlagen des Metallurgiekombinats "Kametstal" in Kamenskoje (bis 2016 Dnjeprodserschinsk) im Gebiet Dnjepropetrowsk erheblich beschädigt worden. Dies berichtet das ukrainische Portal Strana.ua.

    Das russische Verteidigungsministerium erklärte am 5. September, russische Streitkräfte hätten in der Nacht mit Präzisionswaffen und Kampfdrohnen einen Gruppenangriff auf Metallurgiebetriebe im Gebiet Dnjepropetrowsk durchgeführt. Demnach wurde neben "Kametstal" auch das "Dnjepr-Metallurgiewerk" in Dnjepropetrowsk angegriffen. Nach Angaben des Ministeriums liefern beide Betriebe Erzeugnisse für den ukrainischen militärisch-industriellen Komplex.

    Darüber hinaus meldete das Ministerium einen Angriff mit "Geran"-Drohnen auf ein Werk in Dnjepropetrowsk, das Drohnen für die ukrainischen Streitkräfte produziert. Diese seien für Angriffe auf russisches Gebiet eingesetzt worden. Auf den in Echtzeit aufgenommenen Aufnahmen der objektiven Kontrolle sei ein großflächiger Brand auf dem Industriegelände zu sehen gewesen.

  • 15:22 Uhr

    Botschafter: Westen versuchte bereits in den 1990er-Jahren, Ukraine von Russland zu entfernen

    Laut dem russischen Botschafter in Deutschland, Sergei Netschajew, hätten westliche Staaten bereits in den 1990er-Jahren versucht, die Ukraine von Russland zu entfernen und sie zu einem antirussischen Bollwerk zu machen. Dies erklärte er im Podcast Ungeskriptet von Ben Berndt.

    Auf die Frage nach den Ursprüngen des Ukraine-Konflikts sagte der Diplomat, dieser habe nach dem Zerfall der Sowjetunion begonnen. Damals sei gezielt daran gearbeitet worden, die Ukraine politisch gegen Russland auszurichten. Führende Politiker hätten zudem eine nationalistische Rhetorik genutzt, die letztlich zu Erscheinungsformen des Neonazismus in der Ukraine geführt habe.

    "Das ist wirklich sehr bedauerlich, denn wir lehnen die nationalsozialistische Ideologie völlig ab. Sie wissen: Der Nationalsozialismus ist für uns in jeder Erscheinungsform und in jeder Form absolut inakzeptabel."

  • 14:55 Uhr

    "Wir wollen keinen Krieg gegen Deutschland" – Netschajew im Gespräch mit Ben Berndt

    Der russische Botschafter in Deutschland, Sergei Netschajew, äußerte sich in einem Gespräch mit dem Podcaster Ben Berndt zur wachsenden Konfrontation zwischen Russland und der NATO. Russland sieht sich in der heutigen Situation faktisch der NATO gegenüber.

    Netschajew hoffe auf die Vernunft westlicher Politiker. Er betonte jedoch, Russlands Geduld sei nicht grenzenlos, und verwies auf die russische Nukleardoktrin.

    Zugleich erklärte Netschajew, Russland wolle keinen Krieg mit der NATO oder Deutschland. Er wies die Vorstellung zurück, Russland habe ein Interesse daran, die deutsche Bevölkerung oder Regierung zu provozieren.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 14:30 Uhr

    Putin ordnet dreitägige Aussetzung der Angriffe auf Kiew an

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat angeordnet, die Angriffe auf Kiew für drei Tage auszusetzen. Dies teilte Kremlsprecher Dmitri Peskow mit:

    "Das hängt mit der Vorbereitung und Durchführung von Kontakten der Amerikaner in Kiew zusammen."

    Am Samstag empfängt Putin den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, die bereits in Moskau eingetroffen sind. Peskow verwies zudem auf Trumps Aussage, wonach es bei den Gesprächen nicht um neue Ideen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts gehe. Er rief dazu auf, keine Prognosen abzugeben und das Treffen abzuwarten.

    Am Vortag hatte Trump noch erklärt, seine Gesandten würden bei ihrem Besuch in Moskau einen Vorschlag zur Beendigung des Ukraine-Konflikts vorlegen. Details nannte er nicht.

  • 14:06 Uhr

    Ein Toter und zwei Verletzte bei ukrainischen Attacken auf Gebiet Saporoschje

    Gouverneur Jewgeni Balizki wirft den ukrainischen Streitkräften anhaltende gezielte Angriffe auf Zivilisten und zivile Objekte im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje vor. Auf der Plattform Telegram teilt der Politiker mit, bei den Attacken aus der Ukraine sei in den vergangenen 24 Stunden ein Mensch ums Leben gekommen. Bei dem Opfer handele es sich um einen Autofahrer, den eine ukrainische Drohne in der Nähe der Siedlung Wischnjowoje getötet habe. Bei den Angriffen auf den Bezirk Tokmak seien zwei Einwohner im Alter von 66 und 80 Jahren verletzt worden.

    Balizki berichtet außerdem über drei Attacken auf zivile Lastwagen in verschiedenen Bezirken der Region sowie auf ein Café in der Stadt Energodar. Der Gouverneur meldet bei diesen Angriffen keine Opfer.

  • 13:39 Uhr

    US-Gesandte Witkoff und Kushner in Moskau eingetroffen

    Die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind am Samstag in der russischen Hauptstadt Moskau eingetroffen. Ein von russischen Medien verbreitetes Video zeigte einen Konvoi auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt. Kirill Dmitrijew, Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, veröffentlichte auf der Plattform X zwei Fotos, die ihn mit Witkoff und Kushner am Flughafen zeigten.

    Dmitrijew war mit den beiden bereits in der Vergangenheit mehrfach zusammengekommen, unter anderem im US-Bundesstaat Florida.

    Am Sonntag werden die US-Unterhändler in der Ukraine erwartet. Es wäre ihr erster Aufenthalt in der ukrainischen Hauptstadt Kiew.

  • 13:10 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Ortschaft Kurtowka in DVR befreit

    Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Samstag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert, indem er ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Ulanowo, Choten und Kijaniza im Gebiet Sumy sowie Prikolotnoje, Chotomlja, Kotowka, Polnaja und Goptowka im Gebiet Charkow getroffen habe. Der Gegner habe bis zu 205 Kämpfer verloren. Außerdem seien zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zwölf Autos, ein Geschütz, ein Flugabwehrraketensystem, zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung und ein Artillerieaufklärungsradar außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband West habe ebenfalls günstigere Positionen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Tscherwony Oskol im Gebiet Charkow sowie Krymki, Sidorowo, Bogoroditschnoje und Prischib in der DVR getroffen habe. Dabei seien mehr als 210 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 16 Autos, ein Geschütz und eine Anlage der elektronischen Kampfführung zerstört.

    Der Truppenverband Süd habe die Ortschaft Kurtowka in der DVR unter seine Kontrolle gebracht und dabei ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Kramatorsk, Slawjansk, Druschkowka und Weroljubowka in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 205 Kämpfer. Der Gegner habe außerdem zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 16 Autos und zwei Geschütze verloren.

    Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Nowowodjanoje, Andrejewka, Nowogrischino und Dobropolje in der DVR getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 425 Armeeangehörige verloren. Zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, neun Autos und eine Haubitze seien zerstört worden.

    Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Moskowka, Berestowoje, Barwinowka, Omelnik, Obschtscheje und Nikolskoje im Gebiet Saporoschje sowie Dibrowa im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Die russische Militärbehörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 310 Kämpfer. Zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zehn Autos und eine Anlage der elektronischen Kampfführung seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Uroschainoje im Gebiet Cherson sowie Preobraschenka, Jurkowka und Orechow im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 35 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus 21 Autos und zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört.

    Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf militärisch relevante Verkehrsanlagen sowie auf 158 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr habe in den letzten 24 Stunden sieben Lenkbomben, eine HIMARS-Rakete und 763 Drohnen abgefangen.

    Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 674 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 228.493 Drohnen, 671 Flugabwehrraketenkomplexe, 30.826 Kampfpanzer und andere gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 1.776 Mehrfachraketenwerfer sowie 36.378 Geschütze und Mörser verloren.

  • 12:37 Uhr

    Zunehmende Drohnengefahr im Gebiet Cherson: Fernunterricht für Schüler

    Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson befürchten ukrainische Drohnenangriffe auf Schulbusse und haben daher beschlossen, Schüler teilweise auf Fernunterricht umzustellen. Die Nachrichtenagentur TASS zitiert den stellvertretenden Vorsitzenden der örtlichen Regierung, Sergei Tscherewko, mit den Worten:       

    "Seit Ende Mai beziehungsweise Anfang Juni hat sich die Situation auf den Straßen in den Gebieten Cherson und Saporoschje, in den nördlichen Bezirken der Krim sowie in der DVR und LVR zusehends verschlechtert. Das ist keine leichte Entscheidung, aber man wird für Kinder, die mit Bussen zu den Schulen im Gebiet Cherson befördert wurden, Fernunterricht organisieren."

    In frontnahen Ortschaften werden sicherheitshalber auch Kindergärten geschlossen.

  • 12:02 Uhr

    IAEA begrüßt Waffenruhe für Reparatur von Stromleitungen am AKW Saporoschje

    Am AKW Saporoschje ist der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zufolge eine Waffenruhe in Kraft getreten. Sie diene dazu, Stromleitungen zu reparieren und die Stromversorgung des Atomkraftwerkes im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje wiederherzustellen, so die IAEA, die die Lage vor Ort beobachtet. Die Dieselreserven des Kraftwerks gingen zur Neige, teilt die IAEA mit. Es drohe innerhalb weniger Tage ein vollständiger Stromausfall, falls die externe Stromversorgung nicht wiederhergestellt oder mehr Dieselkraftstoff zum Standort transportiert werde.

    Das Kernkraftwerk ist mit seinen sechs Reaktoren das größte in Europa. Diese sind jedoch seit Längerem abgeschaltet. Das AKW befindet sich damit im sogenannten Kaltabschaltzustand, benötigt aber weiterhin eine ständige Stromversorgung zur Kühlung der Brennelemente. Fällt die externe Stromversorgung aus, wird das AKW nur durch Notstromaggregate versorgt. Seit dem 20. August ist die externe Stromversorgung erneut ausgefallen, sodass dies wieder der Fall ist.

  • 11:36 Uhr

    Interview mit Jana Lantratowa: Gefangenenaustausch, Kinderhilfe und das Schweigen des Westens

    Was passiert, wenn zivile Opfer einfach ignoriert werden? Dieser Beitrag blickt hinter die Kulissen der humanitären Arbeit im Haus der Menschenrechte in Moskau. Von der Rettung verletzter Kinder aus den Trümmern bis zu den zähen Verhandlungen beim Gefangenenaustausch – die emotionalen und logistischen Herausforderungen sind immens.

    Besonders erschütternd ist der Bericht über den Angriff auf eine Berufsschule in Starobelsk, bei dem sich Studenten und Lehrkräfte stundenlang in Kellern verstecken mussten.

    Warum schweigen große internationale Organisationen zu diesen konkreten Ereignissen? Ein direkter Einblick in die Schicksale der Betroffenen und ein Appell gegen politische Doppelmoral in Konfliktzeiten.

    Das Interview gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.