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Glückwünsche und mehr: Putin und Trump telefonieren 55 Minuten lang

Die Präsidenten Russlands und der USA haben am Sonntag miteinander telefoniert. Donald Trump nahm sich an seinem Geburtstag 55 Minuten Zeit für Wladimir Putin, wobei es in dem Gespräch nicht nur um Glückwünsche und Schmeicheleien ging.
Glückwünsche und mehr: Putin und Trump telefonieren 55 Minuten langQuelle: Gettyimages.ru © Samuel Corum/Getty Images und Wjatscheslaw Prokofjew/RIA Nowosti via Sputnikimages

Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Sonntag den US-Präsidenten Donald Trump telefonisch zu seinem 80. Geburtstag beglückwünscht. Das Gespräch verlief nach Angaben von Präsidentenberater Juri Uschakow in freundschaftlicher und offener Atmosphäre und dauerte 55 Minuten. 

Der russische Präsident machte laut Uschakow keinen Hehl aus seiner Hochachtung für Donald Trumps kämpferische Qualitäten, seine Fähigkeit, Schläge einzustecken, Hindernisse erfolgreich zu überwinden und seine Ziele beharrlich zu verfolgen. Donald Trump war von den Worten gerührt, bedankte sich und merkte an, dass Wladimir Putin als erster ausländischer Staatschef ihn im Weißen Haus angerufen habe. Geschenke hat es dieses Mal nicht gegeben.

Das Gespräch beschränkte sich jedoch nicht nur auf den Austausch von Höflichkeiten. Die Staatschefs besprachen zentrale Themen der aktuellen internationalen Lage, Fragen zur Entwicklung der bilateralen russisch-US-amerikanischen Beziehungen sowie mögliche Kontakte zwischen Vertretern beider Seiten.

Putin und Trump erörterten die Situation rund um das geplante Abkommen zwischen den USA und Iran. Der US-Präsident sagte, dass eine Einigung kurz bevorstehe und er davon ausgehe, dass die Ergebnisse der schwierigen, aber letztendlich erfolgreichen Verhandlungen bereits am Sonntag veröffentlicht werden könnten. Letztendlich hätten trotz aller Schwierigkeiten die Bemühungen der US-amerikanischen Verhandlungsführer mithilfe pakistanischer und katarischer Vermittler ein akzeptables Ergebnis ermöglicht. Trump brachte auch seine Dankbarkeit für das Engagement Russlands und insbesondere für die unterbreiteten Vorschläge für konstruktive Lösungen zum Ausdruck.

Der russische Präsident bekräftigte die Bereitschaft, weiterhin auf die Stabilisierung der Lage und die Lösung der grundlegenden Fragen hinzuarbeiten, mit denen man sich noch ernsthaft befassen muss.

Was den Ukraine-Konflikt betrifft, so betonte Donald Trump erneut die Notwendigkeit einer Einstellung der Feindseligkeiten. Er erklärte, er sei bereit, sowohl auf die europäischen Partner als auch auf Kiew Einfluss zu nehmen, unter anderem im Rahmen der bevorstehenden Kontakte auf dem G7-Gipfel. Trump merkte an, dass die jüngsten Angriffe auf zivile Objekte auf russischem Territorium die Beilegung des Konflikts behinderten.

Putin vertrat dazu laut Uschakow die Ansicht, dass keine Versuche des Kiewer Regimes, Angriffe auf die zivile Infrastruktur in Russland zu verüben, die kritische Lage der Ukraine auf dem Schlachtfeld ändern würden. In Évian würden die Europäer und Selenskij versuchen, alles genau umgekehrt darzustellen. Sie würden nur Vorschläge unterbreiten können, die darauf abzielen, den Konflikt zu verlängern und die Kampfhandlungen fortzusetzen.

Selenskij, so das russische Staatsoberhaupt, solle man mitteilen, dass er die Tragödie des Holocaust nicht vergessen sollte, statt die Umbettung von Nazi-Verbrechern zu organisieren. Sollte der Chef des Kiewer Regimes erneut Andeutungen über ein mögliches Treffen mit dem russischen Staatschef machen, so gelte weiterhin:

"Wenn er ein Treffen will – soll er nach Moskau kommen."

Trump reagierte auf diese Sätze des russischen Präsidenten, indem er an die Allianz der USA und der Sowjetunion während des Zweiten Weltkriegs erinnerte. Dies dürfe man nicht vergessen, appellierte er. 

Vereinbart wurde, dass  die Sonderbeauftragten des US-Präsidenten, Steve Witkoff und Jared Kushner, die sich derzeit intensiv mit den Iran-Angelegenheiten befassen, in Kürze erneut nach Russland kommen werden.

Zum Abschluss habe Putin angesichts der erfolgreichen Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland im Jahr 2018 den US-amerikanischen Organisatoren der aktuellen Weltmeisterschaft viel Glück gewünscht.

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