In einem Gespräch mit dem Fernsehsender RTVI ist der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, auf die Frage eingegangen, was der Kreml von den Berichten über eine neue mögliche Mobilisierung in Russland halte.
Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij mehrfach erklärt, dass russische Behörden angeblich für den kommenden Herbst eine Mobilmachung planen würden. Nach den Wahlen zur Staatsduma im September würden Soldaten in abgelegenen Regionen Russlands rekrutiert, behauptete Selenskij.
Mehrere Zeitungen in den USA berichteten ebenfalls unter Berufung auf US-amerikanische und weitere westliche Beamte über eine mögliche Mobilmachung nach den Duma-Wahlen. Zwischen dem 18. und dem 20. September 2026 wird in Russland das Parlament, die Staatsduma, neu gewählt.
Peskow führte in dem Zusammenhang aus:
"Wissen Sie, all das wird von den ukrainischen Behörden in Umlauf gebracht. Natürlich versucht das Regime, die Lage in unserem Land ideologisch zu destabilisieren. Das sind alles Falschmeldungen, die gezielt in den medialen Verkehr gebracht werden."
Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, äußerte sich kürzlich auch zu dem Thema. Der Politiker sprach von einer Provokation des Gegners, die darauf abziele, die Lage in Russland zu destabilisieren.
"Ich möchte betonen, dass keine Mobilisierung erforderlich ist", betonte Medwedew auf einer Veranstaltung in Moskau. "Das ist eine Lüge des Feindes, der selbst unter Personalmangel leidet; es gibt dort niemanden, der kämpfen könnte", erklärte Medwedew.
Rund 200.000 Menschen hätten laut dem Politiker in der ersten Jahreshälfte Militärdienstverträge unterzeichnet. Allein für den Dienst in der Drohnentruppe hätten sich 40.000 Soldaten gemeldet.
Mehr als 16.000 russische Bürger meldeten sich Medwedew zufolge freiwillig für den Einsatz bei der militärischen Spezialoperation. Er rief die zuständigen Behörden und Führungskräfte in den russischen Regionen auf, Falschmeldungen zu ignorieren, welche von Kiew verbreitet würden.
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