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Eklat an Berliner Weltkriegsdenkmal: Polnische Provokation oder Übergriff der deutschen Polizei?

Am Dienstag hat die Berliner Polizei polnische Aktivisten gewaltsam daran gehindert, den neuen Gedenkort für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs zu erreichen. Dieser war am selben Tag nahe des Regierungsviertels enthüllt worden.

Fünfzehn Mitglieder der in Polen aktiven rechtsnationalen "Bewegung zur Verteidigung der Grenzen" waren in die deutsche Hauptstadt gereist, um an der besagten Stelle des neuen Gedenksteins, an der Kroll-Oper, ein großes Holzkreuz zu errichten und Blumen niederzulegen.

Der Besuch wurde jedoch durch einen gezielt organisierten und verhältnismäßig brutalen Polizeieinsatz unterbrochen. Es gibt Aufnahmen, die einen wortreichen Schlagabtausch vor den Handgreiflichkeiten zeigen. Darauf ist zu sehen, wie die Polizisten dem polnischen Aktivisten mit dem Holzkreuz ohne Angabe von Gründen den Zugang zum Gedenkort verwehren.

Etablierten Medien zufolge habe die Berliner Polizei den "Marsch der polnischen Rechtsextremen untersagt, um das stille Gedenken zu schützen."

Laut dem polnischen Oppositionsführer und Parteichef der PiS, Jarosław Kaczyński, der sich empört zeigte, habe "Deutschland weder seine nationalsozialistische und imperialistische Vergangenheit noch seine Haltung gegenüber den Polen aufgearbeitet", und Polen als Nation "sollte nichts anderes erwarten als einen Dolchstoß in den Rücken."

Die polnische Botschaft in Berlin, die der liberalen, Brüssel-nahen Regierung von Donald Tusk untersteht, versicherte, dass sie bereits Ermittlungen zu den genauen Umständen des Vorfalls vom 16. Juni aufgenommen habe.

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