Nahost

Liveticker Iran-Krieg – VAE: Raketen aus Iran abgefangen

Der Nahostkonflikt hat eine neue Stufe der Eskalation erreicht, seit die USA und Israel einen Angriffskrieg gegen Iran begonnen haben. Iran reagiert auf die Angriffe mit Raketenangriffen auf US-Militärbasen in der Region und auf Israel. Wir berichten über die aktuellen Entwicklungen.
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  • 4.05.2026 17:25 Uhr

    17:25 Uhr

    VAE: Raketen aus Iran abgefangen

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums der VAE wurden vier Raketen aus Iran abgefeuert, von denen drei abgefangen wurden und eine ins Meer stürzte.

    Die Nationale Behörde für Notfall-, Krisen- und Katastrophenmanagement der VAE hatte zuvor eine Warnung herausgegeben, dass ihre Luftabwehrsysteme auf eine Raketenbedrohung reagieren würden.

    Dies folgt auf eine ähnliche Warnung vor etwa drei Stunden ‒ die erste ihrer Art seit Inkrafttreten des Waffenstillstands zwischen den USA und Iran.

  • 17:10 Uhr

    Israel droht sechs weiteren libanesischen Ortschaften mit Zwangsräumung

    Das israelische Militär hat angekündigt, Angriffe auf die libanesischen Ortschaften Nabatieh al-Fawqa, Mayfadoun, Qalaouiyeh, Burj Qalaouiyeh, al-Majadel und Srifa durchzuführen, und deren Bewohner aufgefordert, diese unverzüglich zu verlassen.

    In einer Erklärung forderte der Sprecher der israelischen Armee alle Bewohner dieser Dörfer auf, sich in offene Gebiete zu begeben, die mindestens 1.000 Meter entfernt sind.

    Der libanesische Ministerpräsident Salam erklärte kurz zuvor, dass das auch von Washington forcierte Waffenstillstandsabkommen noch nicht vollständig umgesetzt worden sei, da die Kämpfe zwischen der Hisbollah und Israel im Süden des Landes weitergehen.

  • 16:40 Uhr

    Explosion und Brand auf südkoreanischem Schiff in der Straße von Hormus

    Ein Sprecher der südkoreanischen Reederei HMM teilte Reuters mit, dass im Maschinenraum eines Massengutfrachters am Montag ein Brand gemeldet wurde und die Ursache derzeit untersucht wird.
    Auch das südkoreanische Außenministerium berichtete von einer Explosion und einem Brand auf dem Schiff, auf dem sich zum Zeitpunkt des Vorfalls 24 Besatzungsmitglieder befanden – 18 Ausländer und sechs Südkoreaner.

  • 16:00 Uhr

    US-Finanzminister fordert China auf, Iran zur Öffnung der Meerenge zu drängen

    ⁠US-Finanzminister Scott Bessent erklärt, die USA würden beobachten, ob China diplomatische Bemühungen unternimmt, um Iran zur Öffnung der Straße von Hormus zu drängen.

  • 15:05 Uhr

    Ölpreis wieder über 100 US-Dollar – Dax gibt Gewinne ab

    Die Ölpreise haben am Montag deutlich zugelegt und Verluste der Vorwoche teilweise wettgemacht. Brent stieg um 1,1 Prozent auf 109,39 US-Dollar je Barrel, die US-Sorte WTI legte um ein Prozent auf 102,94 US-Dollar zu, berichtet Reuters. Am Freitag hatten beide Sorten noch mehrere Dollar verloren. 

    Der deutsche Leitindex DAX, der zunächst freundlich in den neuen Börsenmonat Mai gestartet war, drehte zeitweise deutlich ins Minus. Am Nachmittag stand noch ein moderater Verlust von 0,10 Prozent auf 24.268 Punkte zu Buche.

    Händler sahen den wichtigsten Grund in der weiter angespannten Lage im Golf. Ein greifbares Abkommen zwischen den USA und Iran war nicht in Sicht, während die Risiken für den Transport von Öl aus der Region zunahmen. 

    Iranische Nachrichtenagenturen mit Verbindung zu den Revolutionsgarden des Landes hatten darüber hinaus am Montag zunächst über einen Raketenangriff auf ein US-Kriegsschiff berichtet. Die USA dementierten allerdings kurz danach, dass ein US-Schiff getroffen worden sei.

    Iran hatte nach der Verkündung des Beginns einer neuen US-Initiative, die die für den globalen Öltransport so wichtige Meerenge von Hormus für die Schifffahrt freimachen soll, mehrere Warnungen ausgesprochen. Schiffe, die ohne Absprache mit Iran die Straße von Hormus befahren, könnten angegriffen werden, hieß es.

  • 13:40 Uhr

    US-Beamter bezeichnet iranischen Bericht über Schiffsangriff als "erfunden"

    Ein US-Beamter erklärt gegenüber Al Jazeera, die Behauptung Irans, ein Schiff der US-Marine mit zwei Raketen getroffen zu haben, sei unwahr.

    "Die iranische Revolutionsgarde hat einen Bericht über einen Angriff auf ein Schiff der US-Marine erfunden, und dieser Bericht ist falsch", sagte der Beamte.

  • 13:05 Uhr

    Zwei Raketen treffen angeblich US-Kriegsschiff in der Straße von Hormus 

    Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet unter Berufung auf lokale Quellen, dass zwei Raketen ein Schiff der US-Marine in der Nähe von Jask getroffen haben, nachdem dieses Warnungen der Revolutionsgarde, anzuhalten, ignoriert hatte.

    Der gemeldete Angriff erfolgt, nachdem Präsident Trump angekündigt hatte, die USA würden am Montag das "Projekt Freiheit" starten, um gestrandete Schiffe aus der Straße von Hormus zu "leiten".

  • 12:02 Uhr

    Seefahrtsbehörde zitiert "US-Bedingungen für eine geordnete Durchfahrt" in der Straße von Hormus

    Das US-Kriegsministerium startete laut Anordnung von US-Präsident Donald Trump zu Wochenbeginn das sogenannte "Projekt Freedom", umgesetzt durch Marineeinheiten, die laut Vorstellungen Washingtons "bei der Befreiung" festgesetzter Handelsschiffe in der Straße von Hormus bei der Durchfahrt "helfen sollen".

    Die britische Behörde für Seeverkehrssicherheit (UKMTO) zitiert parallel in einer aktuellen Mitteilung die übermittelten "US-Bedingungen für eine geordnete Durchfahrt" in der Region. Demnach ist seitens des Pentagons ein neuer "US-Sicherheitskorridor" geplant, der betroffene Schiffe anweist, südlich der bisherigen Fahrrinnen, näher an der Küste Omans, zu fahren. Dazu heißt es in der Mitteilung in drei Punkten:

    • Details: Die USA haben eine erweiterte Sicherheitszone eingerichtet, um die Durchfahrt durch die Straße von Hormus südlich des Verkehrstrennungsgebiets zu unterstützen.
    • Position/Gebiet: südlich der Verkehrstrennungszone in der Straße von Hormus
    • Maßnahme: Schiffe, die die Straße von Hormus durchfahren möchten, sollten eine Route durch die Hoheitsgewässer Omans südlich der Verkehrstrennungszone in Betracht ziehen. Aufgrund des zu erwartenden Verkehrsaufkommens wird die Abstimmung mit den omanischen Behörden über UKW-Kanal 16 empfohlen, um die Sicherheit der Schifffahrt zu gewährleisten
  • 11:54 Uhr

    Iranische Besatzungsmitglieder eines US-gekaperten Frachtschiffs nach Pakistan ausgeflogen

    Laut Angaben des pakistanischen Außenministeriums wurden die Besatzungsmitglieder eines iranischen Frachtschiffs, das im Vormonat von US-Marinekräften aufgebracht und gekapert wurde, nachdem es zuvor versucht hatte, die US-Militärblockade zu durchbrechen (RT DE berichtete), nach Pakistan ausgeflogen.

    Der amtierende Außenminister Pakistans erklärte am Montagvormittag dazu auf X:

    "Wir freuen uns, bekannt geben zu können, dass 22 Besatzungsmitglieder des beschlagnahmten iranischen Containerschiffs 'MV Touska' sicher nach Pakistan evakuiert wurden. Die Personen wurden gestern Abend sicher nach Pakistan geflogen und werden heute nach Iran überführt. Das iranische Schiff wird zudem in pakistanische Hoheitsgewässer zurückgebracht, um nach den notwendigen Reparaturen an seine ursprünglichen Eigner zurückgegeben zu werden." 

    Die Umsetzung erfolgte laut dem Außenminister koordiniert "mit Unterstützung sowohl der iranischen als auch der US-amerikanischen Behörden" und soll damit "eine wichtige vertrauensbildende Maßnahme darstellen".

  • 11:21 Uhr

    OPEC+-Mitgliedsstaaten kündigen "moderate Produktionssteigerung für Marktstabilität" an

    Sieben Länder der sogenannten "OPEC+-Gruppe" ölfördernder Länder, darunter auch Russland, haben am Wochenende bekannt gegeben, dass sie sich im Rahmen ihres Engagements für "Marktstabilität" auf eine "moderate Produktionssteigerung" ab Juni geeinigt hätten. Es handelt sich damit um die dritte monatliche Erhöhung in Folge, wie der Verbund am Sonntag mitteilte. 

    Die Zusage der sieben Länder, zu denen auch Saudi-Arabien, Algerien, Irak, Kasachstan, Kuwait und Oman gehören, die Produktion "um 188.000 Barrel pro Tag zu erhöhen", erfolgte im Anschluss an ein virtuelles Treffen, das am Sonntag laut Agenturmeldungen abgehalten worden war. Das Meeting fand nach dem überraschenden Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aus der OPEC-Gruppe statt.

    Iran ist eines der zwölf ständigen Mitgliedsländer der OPEC, Russland demgegenüber nicht, arbeitet jedoch im Rahmen der OPEC+-Gruppe mit dem in Wien ansässigen Ölproduzentenverband zusammen.

    Die sieben Länder kündigten zudem an, monatliche Treffen abzuhalten, "um die Marktbedingungen, die Einhaltung der Vereinbarungen und die Ausgleichszahlungen zu überprüfen". Die nächsten Konsultationen seien für den 7. Juni vorgesehen.

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