Europa

"Auch die Mächtigen sollten an die Front": Deutsche Moderatorin kritisiert Klitschko

Moderatorin Nena Brockhaus wies den Bürgermeister von Kiew Vitali Klitschko zurecht. Ihrer Meinung nach sollten im Ukraine-Konflikt auch die Mächtigen vor Ort an den Kampfhandlungen beteiligt sein.
"Auch die Mächtigen sollten an die Front": Deutsche Moderatorin kritisiert KlitschkoQuelle: Gettyimages.ru © Diego Fedele

Moderatorin Nena Brockhaus hat sich mit heftiger Kritik gegen den Bürgermeister von Kiew Vitali Klitschko gewandt. In der Welt-Talksendung Meinungsfreiheit sprach sie über die deutsche Unterstützung für die Ukraine und den Kriegsangst. Plötzlich ging es um Klitschko und seine Familie.

Die Journalistin erinnerte daran, dass Wladimir, der Bruder des Bürgermeisters, in ihrer Sendung einst angekündigt habe, selbst an die Front zu gehen. Damit meinte sie das Gespräch noch vor dem Ausbruch des Krieges mit Russland in ihrem damaligen Polit-Talk Viertel nach Acht. Klitschko versicherte, er habe sich als Reservist der territorialen Verteidigung von Kiew angeschlossen, werde bei einem russischen Angriff eingezogen und müsse dann an der Front kämpfen. Brockhaus stellte jedoch fest, sie habe ihn bislang nicht als Soldaten gesehen.

Der Bürgermeister selbst erklärte wiederum in einem Interview, warum seine beiden Söhne nicht in der Ukraine kämpfen, während andere Männer gegen ihren Willen zum Militärdienst eingezogen werden. In der Welt-Sendung fügte Brockhaus hinzu:

"Die Menschen, über die geredet wird, die sind an der Front. Und die anderen reden darüber, aber sind gar nicht selbst an der Front. Ich bin der Meinung: Wenn wir alles für die Ukraine geben, dann sollten auch da vor Ort die Mächtigen an die Front."

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