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Leipzig: Psychiatrie statt Haft für Amokfahrt-Verdächtigen

Der mutmaßliche Amokfahrer, der am Montag durch eine Fußgängerzone in Leipzig fuhr und dabei zwei Menschen tötete und weitere verletzte, kommt vorerst nicht in Untersuchungshaft. Der zuständige Ermittlungsrichter hat am Dienstagabend entschieden, ihn vorläufig in ein psychiatrisches Krankenhaus einzuweisen.
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Der mutmaßliche Amokfahrer von Leipzig kommt vorläufig nicht ins Gefängnis. Wie die Staatsanwaltschaft in Leipzig am Abend mitteilte, ordnete ein Ermittlungsrichter die einstweilige Unterbringung des 33-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Er sah "dringende Gründe", dass der Beschuldigte "im Zustand der zumindest erheblich verminderten Schuldfähigkeit" gehandelt habe.

Unterdessen wurden im Laufe des Tages weitere Informationen über den mutmaßlichen Amokfahrer sowie über Opfer seiner Tat öffentlich. Wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft bekannt gaben, wurden bei der Amokfahrt neben den zwei Toten sechs Menschen im Alter von 21 bis 87 Jahren körperlich verletzt. Eine 84-Jährige und ein 75 Jahre alter Mann seien schwer verletzt worden. Mehr als 80 Menschen seien von Einsatzkräften betreut worden.

Der 33 Jahre alte Tatverdächtige sei im April bereits wegen ehrverletzender Delikte sowie wegen Bedrohung polizeilich erfasst worden, sei aber bislang nicht vorbestraft. Diese Vorgänge seien noch in polizeilicher Bearbeitung. Ein Anruf des Mannes am 17. April habe einen Polizeieinsatz nach sich gezogen, in dessen Folge der Verdächtige mit eigenem Einverständnis aufgrund seiner psychischen Verfassung in einem Fachkrankenhaus aufgenommen wurde. Die einvernehmlich erfolgte Behandlung dort lief bis 29. April.

Am Montag gegen 16:45 Uhr Ortszeit raste ein Pkw in der Leipziger Innenstadt vom zentralen Augustusplatz kommend in eine Fußgängerzone und kam erst nach über 500 Metern an einem hochgefahrenen Boller zum Stehen, nachdem er mehrere Passanten erfasst hatte, darunter zwei ältere Deutsche tödlich. Nach Polizeiangaben verblieb der Amokfahrer anschließend in seinem Fahrzeug und ließ sich widerstandslos festnehmen. Ermittelt wird gegen ihn wegen zweifachen Mordes sowie versuchten Mordes in noch offener Anzahl.

Zu seinen Motiven machten die Ermittlungsbehörden bislang keine Angaben. Ein terroristisches Motiv wird derzeit nicht angenommen, auch geht die Polizei nicht davon aus, dass es Mittäter gab.

Der Tatort – die Grimmaische Straße – wurde inzwischen wieder für Fußgänger freigegeben. Aufnahmen vom Abend zeigen sie wieder voller Passanten.

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