Liveticker zur Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: AfD vor SPD, CDU muss weiterhin zittern

20.09.2026 21:10 Uhr
21:10 Uhr
Schlussmeldung: CDU und BSW bangen um Einzug in den Landtag
In Mecklenburg-Vorpommern triumphiert laut letzter Hochrechnung (von 21.05 Uhr) die AfD lmit 37,9 Prozent knapp vor der SPD mit 35,7 Prozent. Gleichzeitig kämpft die CDU mit rund 5,0 Prozent ums politische Überleben und muss noch zittern.
Schaffen die Christdemokraten den Einzug in den Landtag, gewinnt die SPD einen möglichen Koalitionspartner hinzu. Fällt die CDU dagegen unter fünf Prozent, gehen ihre Stimmen bei der Sitzverteilung verloren. Das Gleiche gilt für das BSW, das derzeit mit 4,9 Prozent knapp nicht in den Schweriner Landtag kommt. Dadurch werden die übrigen Parteien stärker, die Zahl möglicher Bündnisse schrumpft und die Regierungsbildung wird deutlich komplizierter. An wenigen hundert Stimmen könnte sich entscheiden, ob Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mehrere Regierungsoptionen hat, oder ob die Machtverhältnisse im Schweriner Landtag spürbar schwieriger werden.
Die Linken verlieren deutlich und stehen bei 6,5 Prozent, die Grünen ziehen mit 5,6 Prozent wohl ebenfalls ins neue Parlament ein. Die FDP hat sich dagegen mit 1,0 Prozent aus einem weiteren Landesparlament verabschiedet.
20:35 Uhr
CDU laut Hochrechnung nur noch bei fünf Prozent
Der aktuellen ARD-Hochrechnung zufolge liegt die CDU nur noch bei fünf Prozent. Bei der Prognose um 18 Uhr lagen die Christdemokraten noch bei 5,5 Prozent. Kommt es für die Christdemokraten noch zum absoluten Super-GAU? Das BSW liegt der aktuellsten Hochrechnung zufolge bei 4,9 Prozent und würde somit – wieder einmal – knapp an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Berechnet wurden bisher 1.521 von 1.974 Wahlbezirken.
20:33 Uhr
AfD punktete besonders bei Nichtwählern
Der ARD zufolge konnte die AfD besonders bei Nichtwählern punkten. Infratest dimap zufolge gaben 67.000 Nichtwähler ihre Stimme der AfD. Von der SPD wanderten 45.000 zur AfD ab, 28.000 von der CDU und 15.000 von der FDP.
20:00 Uhr
CDU-Fraktionschef spricht von "Katastrophe"
Sebastian Ehlers, Oberbürgermeister von Schwerin und zuvor Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion: "Es wird noch ein langer Abend. Das Ergebnis ist eine Katastrophe, das brauchen wir nicht schönreden." Regulär tritt morgen um 18 Uhr der Landesvorstand zusammen.
19:39 Uhr
Neue Hochrechnung lässt BSW an der 5-Prozent-Hürde kratzen
So fällt laut Forschungsgruppe Wahlen die Hochrechnung von 19:27 Uhr aus:
- SPD: 35,9 Prozent
- AfD: 37,9 Prozent
- CDU: 5,2 Prozent
- Linke: 6,5 Prozent
- Grüne: 5,4 Prozent
- FDP: 1 Prozent
- BSW: 4,9 Prozent
19:31 Uhr
Chrupalla sieht AfD-Regierungsauftrag in Schwerin
Im ZDF wird AfD-Chef Tino Chrupalla gefragt, wie sehr es ihn störe, dass seine Partei nicht regieren kann, da keine Partei mit der AfD koalieren will. Chrupalla verweist auf den "Regierungsauftrag" in Mecklenburg-Vorpommern:
"Wir werden alle Parteien zu Gesprächen einladen."
Die anderen Parteien müssen sich "anschlussfähig machen", sagt er. Das Statement von Bundeskanzler Friedrich Merz nennt Chrupalla "dürftig" – und fordert seinen Rücktritt.
19:22 Uhr
Banaszak: Grüne wollen in Berlin und MV regieren
Grünen-Chef Felix Banaszak geht davon aus, dass seine Partei sowohl in Berlin als auch in Mecklenburg-Vorpommern an der nächsten Regierung beteiligt sein wird. Mit Blick auf Mecklenburg-Vorpommern sagte er der ARD, er erwarte, dass die Grünen "Teil der nächsten Landesregierung" werden. Das gelte auch für Berlin. "Das heißt, das Gewicht der Grünen wird in den nächsten Monaten steigen", sagte Banaszak.
19:03 Uhr
Neue Hochrechnung 19 Uhr
So fällt laut Forschungsgruppe Wahlen die neueste Hochrechnung aus:
- SPD: 36 Prozent
- AfD: 37,9 Prozent
- CDU: 5,2 Prozent
- Linke: 6,5 Prozent
- Grüne: 5,4 Prozent
- FDP: 1 Prozent
- BSW: 4,8 Prozent
18:57 Uhr
AfD spricht von "Regierungsauftrag"
AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm sagte auf der Wahlparty seiner Partei in Schwerin: "Wir haben den Regierungsauftrag! Wer es gut mit den Bürgern meint – nicht wie Manuela Schwesig – schlägt unsere Hand nicht aus!" Außerdem bedankte er sich explizit bei den Mitgliedern für die Unterstützung im Wahlkampf.
18:56 Uhr
CDU-Spitzenkandidat Peters verschwindet durch den Notausgang
Daniel Peters, der Spitzenkandidat für die Christdemokraten in Mecklenburg-Vorpommern, ist nach den ersten Hochrechnungen sichtlich angefasst. Die CDU liegt demnach nur knapp über 5 Prozent. Nach einer kurzen Rede und viel Applaus verschwindet er durch den Notausgang. Keine zehn Minuten stand er auf der Bühne und betonte:
"Es wird ein langer Wahlabend, wir kämpfen ums Überleben."
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