Liveticker Gen-Z-Proteste – Randale und Plünderungen in Frankfurt

1.11.2026 10:25 Uhr
10:25 Uhr
Randale und Plünderungen in Frankfurt
In Frankfurt am Main ist es am Abend im Umfeld der Proteste zu Randalen und Plünderungen gekommen. Nachdem die Polizei gegen 18 Uhr den Demonstrationszug aufgelöst hatte, zogen Gruppen von Randalierern auf die Einkaufsstraße Zeil. Dort drangen sie gewaltsam in Geschäfte ein und plünderten sie. Auch ein Waffenladen wurde angegriffen und ausgeräumt.
In den sozialen Medien kursieren zahlreiche Videos der Aufruhr, die offenbar von den Randalierern selbst gefilmt und verbreitet wurden. Unter ihnen sind zahlreiche Migranten zu sehen.
Frankfurt Einbruch und Plünderung von Waffengeschäft. https://t.co/2Rhh1OAzTt
— Klara Name (@RainerAmigo) November 1, 2026🧵1/4 🇩🇪 LOOTING IN FRANKFURT AFTER YOUTH PROTEST - Rioters smashed shop windows and looted stores on the Zeil shopping street and nearby Hasengasse on Saturday night, police said - dpa (German Press Agency) reporters saw people stealing sneakers and other goods from a sports shoe store - Police sealed off the Zeil, Hauptwache and Konstablerwache with water cannons, armored vehicles, a helicopter and drones https://t.co/yuBaX2DXKP
— Lord Bebo (@MyLordBebo) October 31, 2026Die Polizei war unter anderem mit einem Spezialeinsatzkommando (SEK) im Einsatz. Erst nach dem Absperren der Gegend beruhigte sich am frühen Sonntagmorgen die Lage. Mehr als 30 Personen wurden vorläufig festgenommen, es gab mehrere Verletzte.
Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein gab sich nach den Randalen und Plünderungen der Nacht empört. Der Nachrichtenagentur dpa sagte der CDU-Politiker:
"Ich bin schockiert von den Gewaltexzessen in Frankfurt, die nicht ohne Konsequenzen bleiben werden. Wer sich so verhält wie die Angreifer in der Frankfurter Innenstadt, stellt sich außerhalb unserer Gesellschaft. Wir werden Aggressoren, Tätergruppen und Hergang genau bewerten und unsere Schlüsse ziehen."
Die Veranstalter von "Gen Z regelt" wiesen die Verantwortung für die Gewalttaten zurück. Ein Sprecher erklärte:
"Was nach dem Ende der Kundgebungen passiert ist, darauf hatten wir keinen Einfluss."
In einer Stellungnahme auf Instagram heißt es wörtlich:
"Gewalt war und ist niemals Teil unserer Bewegung."
31.10.2026 19:08 Uhr
19:08 Uhr
GenZ-Proteste mit enttäuschendem Resultat beendet
Am Ende waren es, verteilt auf ganz Deutschland, weniger Teilnehmer als bei der Demonstration in Paris allein, wo 70.000 von frankreichweit 320.000 Demonstranten auf die Straße gingen. Die als großes Ereignis beworbenen GenZ-Proteste brachten es auf die Teilnehmerzahl eines durchschnittlichen Ostermarschwochenendes.
Ganz gegen Schluss wurde in einigen Demonstrationen noch eingegriffen, in Hamburg, oder, wie im Video zu sehen, in Köln. Aber dabei ging es um Auseinandersetzungen mit sehr kleinen Gruppen.Interessant ist, dass es eine sehr gewogene Berichterstattung selbst in der Tagesschau gab, die die Demonstrationen darstellte, als hätten sie eine beeindruckende Größe besessen. Katharina Dröge, Chefin der Grünen-Fraktion im Bundestag, bekundete ihre Sympathie: "Junge Menschen sind zu Recht wütend, weil die Bundesregierung ihre Anliegen nicht ernst genug nimmt und ihnen Antworten darauf schuldig bleibt, wie sie ihre Zukunft gestalten können".
Fridays for Future, das zu seinen Hochzeiten wesentlich mehr Jugendliche mobilisieren konnte, hatte auch zu diesen Protesten aufgerufen. Es schien aber den meisten der damaligen Demonstranten zu genügen, sich virtuell zu den Demonstrationen anzumelden.
17:35 Uhr
Berlin und Köln: Weniger Teilnehmer als erwartet
Unter dem Motto "Gen Z regelt" sind am Samstag bundesweit Jugendliche auf die Straße gegangen. Während die Proteste in Berlin und Köln bislang überwiegend friedlich verlaufen, kam es in anderen Städten zu ersten Zwischenfällen.
Vor dem Brandenburger Tor versammelten sich nach Polizeiangaben rund 4.200 Menschen – deutlich weniger als die von den Veranstaltern erwarteten 10.000 Teilnehmer. Die Kundgebung begann mit Redebeiträgen und Musik. Der Versammlungsleiter appellierte an die Demonstranten, friedlich zu bleiben. Auch in Köln blieb der Zulauf hinter den Erwartungen zurück: Statt der angemeldeten 15.000 Teilnehmer kamen nach Einschätzung der Polizei deutlich weniger Menschen. Dort setzte sich zwischenzeitlich ein Teil der Demonstranten unangemeldet in Richtung Innenstadt in Bewegung. Die Polizei stoppte den Zug jedoch.
In Stuttgart und Hamburg verlaufen die Demonstrationen unruhiger als in anderen Städten: Die Polizei stoppte die Aufzüge zeitweise, da Teilnehmende Pyrotechnik zündeten und sich vermummten.
16:29 Uhr
Köln: Demonstration bereits beendet
Nachdem der Demonstrationszug in Köln wegen einiger Böller angehalten worden war, wurde er zunächst als Kundgebung am Rheinufer fortgesetzt und hat sich mittlerweile aufgelöst.
Die örtliche Presse hat von etwa 2.000 Teilnehmern berichtet; den Internetanmeldungen zufolge waren 15.000 erwartet worden. Ein paar Hundert Personen sind noch am Rheinufer verblieben.
Aufnahmen von der Demonstration noch auf dem Weg zum Rheinufer:
Jetzt wird's doch voller bei #GenZregelt in #Köln ziehen mehrere hundert bis tausend Menschen zum Versammlungsort an der Bastei. Darunter viele Pro-Palästina und Kapitalismuskritische Rufe. @tonline https://t.co/gs0acmzZkE
— Philip Buchen (@Philip_Buchen) October 31, 202615:40 Uhr
Hamburg: Nach Demo-Start Böller und Vermummte
Nach friedlichem Beginn musste die Polizei immer wieder auf das Verbot von Pyrotechnik hinweisen.
Unbeeindruckt seien aus einem Block vermehrt Böller gezündet worden, wobei sich erste Teilnehmer vermummt hätten.

Webseite MoPo Die Stimmung soll sich laut der Hamburger Morgenpost "aufheizen".
Deutschlandweit ziehen die „Gen Z regelt“-Proteste durch die Straßen der Städte. In Hamburg wurden jetzt die ersten Rauchtöpfe gezündet. https://t.co/hqAIPVobvO
— NIUS (@niusde_) October 31, 2026An der Spitze des Zuges sei dabei weiterhin "keine Konfrontation zwischen Demonstranten und Polizei zu sehen". Die Polizisten sicherten die Demonstration zu beiden Seiten zwischen Teilnehmern und Geschäften ab.
15:22 Uhr
Frankfurt: Zwei Demozüge werden zusammengelegt
Nachdem für den heutigen Tag gleich zwei Demonstrationen von der Initiative "Generation Aufbruch" und dem Bündnis "Generation Z regelt" angemeldet waren, die ursprünglich zeitversetzt hätten starten sollen, begann am Ende um 14 Uhr nur ein gemeinsamer Demonstrationszug.
Die Polizei spricht aktuell von 2.500 Anwesenden. Auch hier ging die Initiative laut Website von rund 14.000 Teilnehmern aus.
15:00 Uhr
Rund 2.000 Demonstranten in Leipzig
Auch in Dresden und Leipzig haben Demonstrationen der Initiative "Gen Z regelt" pünktlich begonnen. In Dresden versammelten sich nach Beobachtungen von dpa-Reportern "mehrere Hundert Menschen", in Leipzig knapp 2.000 Teilnehmer.
Es werden laut Agenturmeldung unter anderem Schilder mit den Aufschriften "Vergesellschaftet den Reichtum" oder "Merz muss weg" gezeigt.
14:35 Uhr
Protest im Berliner Regierungsviertel beginnt
In der Hauptstadt startete ebenfalls pünktlich um 14 Uhr die offizielle Gen-Z-Kundgebung vor dem Brandenburger Tor.
Bisher hätten sich laut Journalisten vor Ort "schätzungsweise ein paar tausend Menschen" als Teilnehmer des Protestes eingefunden. Ein Sprecher gab dabei die Zahl "von circa 4.200 Teilnehmern" an.
Bis zu den hier "angemeldeten" 12.000 Unterstützern sei es daher "noch ein weiter Weg". Die zweite angemeldete Demonstration beginnt erst um 17:30 Uhr, wird laut Polizei dabei "als mutmaßlich gefährlicher" eingeschätzt, da Randale befürchtet werden.
Laut dem Tagesspiegel-Reporter vor Ort ergab sich im Vorfeld des Demostarts folgende Situation:
"Mittendrin im 'Gen Z'-Protest am Brandenburger Tor in Berlin: 'Omas gegen Rechts', die sich solidarisch mit den Anliegen der Jugend zeigen. Dahinter sagt ein Teenager zu einem Freund: 'Ich wusste, dass das hier tot ist.'"
Berliner „Gen Z“-Protest. 4200 Teilnehmer aktuell, sagt die Polizei. Und: „alles friedlich, keine Vorfälle.“ Passt zu meinen Beobachtungen. Viel Palästina, viel Antifa, Regenbogen und viel „ganz Berlin hasst die AfD“. Doch deutlich weniger Teilnehmer als angemeldet. #b3110 https://t.co/rTQ5w7sREG
— julius geiler (@glr_berlin) October 31, 202614:00 Uhr
Protestkundgebungen bislang mit geringer Teilnehmerzahl
Laut Medienberichten ist der Zulauf zu den Veranstaltungen bisher eher gering und verhalten.
So hätten sich in München auf dem Geschwister-Scholl-Platz gegen Mittag nur wenige Demonstranten versammelt. Auch in Münster verläuft der Start laut WDR eher ruhig. 200 Teilnehmer waren demnach hier angemeldet, "bisher sind nur wenige Demonstranten vor Ort".
Auch in Frankfurt/Main und Düsseldorf sei die Lage laut Agenturmeldung vor dem Beginn der Demonstration um 14 Uhr weiter entspannt.
In Hamburg setzte sich der Demo-Zug pünktlich in Bewegung. Hier sind laut Schätzungen rund 2. 000 Teilnehmer unterwegs, laut Webseite hatten sich in der Hansestadt mehr als 11.000 "angemeldet".
Der Bonner Hofgarten sei demnach "noch sehr leer". In Köln waren nach Angaben lokaler Medien mehr Polizisten als Demonstranten vor Ort, was sich jedoch zum Start hin dynamisierte. 15.000 Menschen wurden hier bei der Demo erwartet.
Jetzt wird's doch voller bei #GenZregelt in #Köln ziehen mehrere hundert bis tausend Menschen zum Versammlungsort an der Bastei. Darunter viele Pro-Palästina und Kapitalismuskritische Rufe. @tonline https://t.co/gs0acmzZkE
— Philip Buchen (@Philip_Buchen) October 31, 202613:46 Uhr
Protesttag ohne Beteiligung der Bundesschülerkonferenz
Die Bundesschülerkonferenz (BSK) schließt sich laut Erklärung dem heutigen Protesttag nicht an. Die Gründe lauten seitens der stellvertretenden Generalsekretärin Lilli Berthold im Gespräch mit dem WDR:
"Wir wollen die Protestaktion erstmal beobachten. Die Anliegen von 'Gen Z regelt' gehen weit über den bildungspolitischen Horizont hinaus".
Dafür sei die Bundessschülerkonferenz nicht gewählt worden. Berthold kritisierte demnach gleichzeitig, dass es "für die Meinungen und die Positionen, die die Jugendlichen auf die Straße bringen wollen, delegitimierend" sei, "wenn man ihnen von vornherein ein extrem hohes Gewaltpotenzial oder eine Gewaltbereitschaft zustecken möchte".
Hinsichtlich der Dynamik der noch jungen Organisation lautet die Einschätzung, dass "es erst eine Etablierung von 'Gen Z regelt' braucht", so Berthold im WDR-Gespräch.
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