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Frankreich in Aufruhr: JD Vance macht Einwanderungspolitik für Unruhen verantwortlich

Kurz vor den US-Kongresswahlen macht JD Vance Frankreichs Einwanderungspolitik für die jüngsten Ausschreitungen verantwortlich. Der US-Vizepräsident wirft linken Politikern vor, Migration auf Kosten der gesellschaftlichen Integration gefördert zu haben.
Frankreich in Aufruhr: JD Vance macht Einwanderungspolitik für Unruhen verantwortlich

US-Vizepräsident JD Vance hat die französische Einwanderungspolitik für die jüngsten Ausschreitungen bei Protesten verantwortlich gemacht. Gut zwei Wochen vor den US-Kongresswahlen warf der Republikaner linken Politikern in Frankreich und anderen Ländern auf der Plattform X vor, im Namen von Vielfalt und Mitgefühl Menschen aus der "Dritten Welt" ins Land geholt zu haben. Dabei hätten sie es versäumt, auf deren Assimilation und Kompatibilität zu achten, schrieb Vance. Die Politiker seien vor den möglichen Folgen gewarnt worden, hätten die Warnungen jedoch ignoriert.

Eine ähnliche Entwicklung drohe auch den USA, sollten die Demokraten im Kongress die Mehrheit erringen, schrieb Vance weiter. "Ich hoffe, die Amerikaner sehen sich das an", fügte er hinzu. Bei den Kongresswahlen am 3. November wollen die Republikaner von Präsident Donald Trump ihre knappen Mehrheiten im Repräsentantenhaus und im Senat verteidigen.

Vance verlinkte in seinem Beitrag ein Video, das ein Feuer am historischen Rathaus der zentralfranzösischen Stadt Limoges zeigen soll. Das Gebäude war von Randalierern in Brand gesetzt worden. "Ich hoffe, dass Frankreich, ein schönes Land mit großartigen Menschen, diesen Wahnsinn stoppt, bevor weitere seiner Wahrzeichen brennen", schrieb der US‑Vizepräsident. Trumps Regierung setzt auf Massenabschiebungen und kritisiert Europas laxe Migrationspolitik.

Die Proteste in Frankreich richten sich vor allem gegen die hohen Lebenshaltungskosten und Missstände im öffentlichen Bildungssystem, darunter Lehrermangel und überfüllte Klassen. Am 17. Oktober eskalierten die landesweiten Demonstrationen in mehreren Städten: Einzelne Gruppen lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei, plünderten Geschäfte und setzten Gebäude in Brand. In Limoges wurde das historische Rathaus schwer beschädigt.

An den Protesten am Wochenende beteiligten sich nach Angaben von Innenminister Laurent Nuñez landesweit 550.000 Menschen, darunter 110.000 in Paris. Die Gewerkschaft CGT sprach von 800.000 Teilnehmern. Nach Angaben des Innenministeriums versuchten mehrere Demonstrationszüge in Paris, zu staatlichen Einrichtungen vorzudringen. Die Sicherheitskräfte griffen ein, um dies zu verhindern und Regierungsgebäude zu schützen.

Demonstranten versammelten sich unter anderem auf den für die Proteste gesperrten Champs-Élysées und versuchten, in Richtung des Élysée-Palasts vorzurücken – ohne Erfolg. Bereits am Vormittag waren Einsatzkräfte in Paris, Lyon, Straßburg und anderen Großstädten mit Tränengas und Schlagstöcken gegen Protestierende vorgegangen. Auch Wasserwerfer kamen zum Einsatz.

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